Der "Drill Time" „Elfmeter“ fokussiert sich auf eine der wichtigsten Spielsituationen im Tennis: den konsequenten Abschluss aus dem Halbfeld. Häufig wird ein Punkt sauber aufgebaut, Druck erzeugt und der Gegner in die Defensive gebracht – doch genau beim vermeintlich einfachen Ball aus dem Halbfeld fehlt die letzte Konsequenz. Genau hier setzt diese Übung an. Der Spieler bekommt gezielt einen vorbereiteten Ball und anschließend eine Situation im Halbfeld, die klar als Abschlussball gedacht ist. Ziel ist es, diese Momente zu automatisieren und mit maximaler Klarheit zu verwerten. Dabei werden unterschiedliche Abschlussvarianten trainiert: der druckvolle Winner von der Grundlinie, der aggressive Topspin-Volley aus der Vorwärtsbewegung, der stabile klassische Volley oder der sichere Schmetterball. Durch viele Wiederholungen, klare Zielvorgaben und aktives Nach-vorne-Arbeiten mit präziser Beinarbeit entwickelt der Spieler Sicherheit, Timing und Entscheidungsstärke. Der Fokus liegt auf einem frühen Treffpunkt vor dem Körper, klarer Zielorientierung ins offene Feld und einer positiven, entschlossenen Körpersprache. Diese Übung eignet sich ideal für das Einzeltraining und hilft Spielern, ihre Chancenquote im Match nachhaltig zu verbessern.

2 Kommentare
André Mallon
vor 1 MonatSchöne Übung, etwas Ähnliches mache ich mit meinen Schülern schon seit Längerem. Aus deinem Intro kann man deutlich erkennen, dass nicht der “Elfmeter” das Problem darstellt sondern der Ball , der trotz Elfmeter doch noch vom Gegner zurück gespielt wird. Und da ist wirklich das Mentale das eigentliche Problem, weil man nach einem vermeintlichen Gewinnschlag komplett die Körperspannung verliert. Wenn dann ein unerwarteter nächster Schlag am Netz erfolgen muss, hat man mit dem Thema Punktgewinn im Kopf schon abgeschlossen. Deshalb könnte man ergänzend auch den Schlag NACH dem Elfmeter trainieren, der in der Praxis überwiegend als Volley oder Überkopfball gespielt werden muss (s. dein Intro). Den Schülern muss vermittelt werden, dass es keine “einfachen” Bälle im Tennis gibt, das die Bewegungsmuster so komplex sind, dass man sich keine Unkonzentriertheiten erlauben kann. Man spricht immer so unpassend von “leichten Fehlern”, die aber objektiv “schwere Fehler” sind! Mein Spruch dazu lautet: Tennis ist zu 50% Kopfsache und zu 50% mental 😉
show more show lessMartin Kares
vor 1 MonatHey André, wieder mal ein toller und sehr sinnvoller Kommentar von dir. Da gebe ich dir natürlich Recht, dass der Elfmeter alles andere als leicht ist – soll auch so nicht rüber kommen in dem Video. Der Schlag ist super wichtig und im besten Fall spielt man ihn so, dass es eben nicht zu einem weiteren Volley oder Smash kommt. Darum geht es hier. Wie du sagst – spannendes Thema ist sicherlich auch den Ball nach dem “Elfmeter” zu üben, wie du schon ganz richtig sagst – das sieht man dann auch auf Bundesliga-Niveau, dass sowas auch besseren Spielern passiert. Ich werde deine Anregung in ein weiteres Video einbauen. LG
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